Donnerstag, 16. März 2017

Meine grösste Herausforderung ¦ Das Experiment Teil I

Wenn du mir auf meinen sozialen Plattformen wie Instagram oder Facebook folgst, hast du sicherlich mitbekommen, dass ich mich der für mich wohl schwierigsten Herausforderung gestellt habe. 
Einen Monat verzichtete ich darauf. Ich war mir sicher, dass ich diese 28 Tage - und ja, ich habe bewusst den Februar gewählt:-) - nicht überstehen würde. In diesem Blogpost erfährst du, von was ich spreche und eine persönliche Anekdote aus meiner Kindheit. Zudem ziehe ich ein Fazit über meine persönliche Challenge.
Die Rede ist vom Verzicht auf Fleisch. "Die spinnt doch! So schwierig ist das doch nicht!", magst du nun vielleicht denken...Wenn du mich aber persönlich kennst, dann weisst du, welch wichtiger Bestandteil Fleisch in meinem Leben ist. Huch, das klingt ein wenig komisch, merke ich gerade. Aber es ist die Wahrheit. Ich kann locker auf Süsses verzichten. Ich gehöre nicht zur Sorte Frau, die Süsses isst. Bei mir könnte eine Tafel Schokolade locker mein ganzes Leben überdauern, ohne dass ich auch nur einen Bissen davon essen würde. Das Bedürfnis nach Süssigkeiten ist bei mir einfach nicht vorhanden. Für viele ein grosses Rätsel, für meine Figur wahrscheinlich ein wahrer Segen.

Schon seit Kindsbeinen kennen mich die Leute nur so. Dessert essen? Nö, interessierte mich nicht. Wienerli oder Pouletflügeli? Oh ja! 
Darf ich dir eine kurze Anekdote erzählen, um das Ganze noch ein bisschen besser zu illustrieren
Als ich noch im Kindergartenalter war, durfte ich eine Woche lang bei meinen Grosseltern Ferien machen. Einmal gab es zum Mittagessen die leckere "Berner Platte". Meine Grandmaman rief meine Mutter an und berichtete ihr, dass ich bereits 4.5 Wienerli verspiesen hatte und ich nach mehr verlangte. Dass sie sich jedoch nicht sicher war, ob sie mir dies erlauben sollte. Kurz zusammengefasst: Ich bin ein Fleischtiger durch und durch. An meiner Hochzeit warf ich den noch unverheirateten Frauen keinen normalen Blumenstrauss zu. Nein, meine Trauzeugin hatte als Überraschung einen Wurststrauss organisiert und den durfte ich dann werfen. Crazy, nicht?

Wenn du diese Hintergründe nun kennst, fällt es dir vielleicht einfacher, zu verstehen, wie schwierig diese Challenge für mich war. Trotzdem habe ich mich dieser Herausforderung gestellt und anschliessend meine Social Media Follower gebeten, mir Fragen zu stellen, damit ich diese für euch beantworten kann. So, und nun möchte ich nicht länger quasseln, sondern endlich beginnen :-)

Da ihr mir soooo viele Fragen gestellt habt, werde ich drei verschiedene, thematisch geordnete Blogposts dazu verfassen. Hier sind nun also eure ersten Fragen und meine Antworten.


Was war der Grund/die Motivation für deinen Vegetariermonat?
Da gab es x verschiedene Gründe dafür:
1. Eine persönliche Challenge, um mich selber herauszufordern
2. Den Tieren zuliebe - Jedes Mal, wenn ich einen Tiertransport sehe, hinterfrage ich meinen Fleischkonsum enorm.
3. Der Umwelt zuliebe - Beim Test zum "ökologischen Fussabdruck" vom WWF schnitt ich unter anderem wegen des hohen Fleischkonsums nicht gerade gut ab.
4. Ich wollte herausfinden, wie sich der Fleischverzicht sowohl physisch als auch psychisch auf mich auswirkt.    
5. Meiner Gesundheit zuliebe: 2 Mal Fleisch/Wurst am Tag zu essen, kann nicht gut sein für meinen Körper. 

Hat dein Mann auch mitgemacht? 
Ja. Und zwar ganz freiwillig. Im 2015 stellte er sich alleine genau dieser Challenge und war sofort Feuer und Flamme, dies nochmals zu tun und insbesondere mich bei meinem Vorhaben zu unterstützen. 

Welche körperlichen Veränderungen hast du wahrgenommen?
Puh, ich habe mich und meinen Körper den ganzen Monat beobachtet und mir x Mal überlegt, welche Veränderungen ich wahrnehme. Ganz ehrlich? Ich kann es dir nicht sagen. Vielleicht war die Zeitdauer von nur einem Monat zu kurz, um sichtbare und spürbare Veränderungen bewusst wahrzunehmen?! Leider habe ich es verumt, das Gewicht vorher und nachher zu vergleichen. Ich stehe nur etwa 3-4 Mal pro Jahr auf die Waage; wenn überhaupt - und deshalb ging dieser Aspekt leider total unter.

Fühltest du dich fitter als sonst?
Auch diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Ja, ich fühlte mich im Februar sehr fit und überhaupt nicht müde. Angesichts der Tatsache, dass ich Mitte Januar krank war, macht einen pbjektiven Vergleich zwischen den beiden Monaten jedoch fast unmöglich. Tut mir leid - leider kann ich dir auch hier keine befriedigende Antwort liefern. 

Verspürtest du Hungergefühle?
Nein. Ganz und gar nicht. Ab und zu verspürte ich natürlich Lust auf Fleisch. Aber Hungergefühle kamen deshalb nicht auf. Man kann sich auch als Vegetarierin ausgewogen und ausreichend ernährend. 

Wie hat sich deine Haut verändert?
Wie bereits in einer der vorherigen Fragen angetönt, kann ich dir hier kein Resultat liefern. Ich denke, dass sich Veränderungen in der Haut wahrscheinlich erst nach über 30 Tagen zeigen und dafür war mein Experiment wohl einfach zu kurz. Ehrlich gesagt konnte ich keine Veränderungen feststellen, was meine Haut betrifft. 

Machte dir die Challenge Spass? 
Ja. Kurz und bündig: Ja. Natürlich gab es auch Phasen, die mühsam waren und ich nicht begreifen konnte, warum ich mich auf dieses Experiment eingelassen hatte. Aber im Grossen und Ganzen machte mir die Challenge Spass. Wahrscheinlich unter anderen, weil ich mich dadurch selber herausfordern und etwas Neues, mir vorher Unvorstellbares, ausprobieren konnte. Ich kann dir solche kleinen Selbstexperimente sehr empfehlen.

Im nächsten Blogpost verrate ich dir, ob ich mich auf vegane Ernährung einlassen könnte, ob ich meinen Sohn auch vegetarisch ernährt hatte und wo ich die Vor- und Nachteile von Vegetariern sehe.

Ich hoffe, du bist auch beim nächsten Mal dabei. Das würde mich sehr freuen!

Be blessed and beYOUtiful

     





Kommentare :

  1. Super Challenge und spannender Bericht. Ich war als Kind auch ein totaler Fleischtiger. Es gibt eine ähnliche Geschichte von mir mit Bratwürsten wie bei dir zu den Wienerli's ;-)
    Seit ich in Australien war und mal schlechte Erfahrungen mit Poulet gemacht habe, kann ich eher darauf als auf Schokolade verzichten.
    Ich bin gespannt auf die weiteren Berichte deiner Challenge!
    Be blessed, Moni
    www.unterwegsmitmir.com

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  2. Ich be übrigens au en Fleischtiger gsi als Chind XD ich ha ame 4 Cotlette nachenand chönne verdrücke und has gliebt. Ich be sehr gspannt uf dini witere Bricht.

    Liebe Gruess
    Sonja

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