Donnerstag, 23. März 2017

Meine grösste Herausforderung ¦ Das Experiment Teil II

 
Heute geht es weiter mit Teil II meiner persönlichen Challenge. Hast du den ersten Teil verpasst? Kein Problem. HIER verlinke ich dir gerne den Blogpost dazu.

Wann hat es dir am meisten gefehlt? Hast du es überhaupt vermisst?
Ja klar. Fleisch und Wurst habe ich beide sehr vermisst. Der Anfang war am schlimmsten. Um es genau zu sagen: Der erste Tag war der Allerschlimmste. In meinen Gedanken, und jetzt lach' bitte nicht, schwirrten ständig Bratwürste und Pouletflügel vorbei. Für mich ist der Fleischkonsum ein Genuss und dieser Genuss hat halt einfach gefehlt. Vergleiche es vielleicht mit einem Stück Schokolade. Klar, man kann ohne leben. Aber viele Menschen geniessen gerne ab und zu ein Stück Schokolade. Und so erging es mir beim Fleisch. Am meisten gefehlt hatten mir Bratwürste. So oft hatte ich für das Mittagessen ruckzuck Teigwaren, Salat und eine Bratwurst gegessen. Dies war nun plötzlich nicht mehr möglich.

Ist der Fleischgeschmack nun intensiver? 
Das glaube ich nicht, nein. Natürlich war das erste Mal Fleisch essen nach der Challenge ein besonderer Moment und ich genoss jeden Bissen ganz bewusst, was früher sicherlich nicht immer der Fall war. Ich kann aber nicht behaupten, dass ich den Geschmack nun intensiver erlebe, nein. 

Könntest du dir vorstellen, einen Monat lang vegan zu leben?

Ganz ehrlich? Neugierig bin ich schon, wie es sich anfühlt. Je länger je mehr steigen vor allem Frauen auf die vegane Ernährung um, schwärmen davon. Es würde mich wirklich interessieren, ob ich auch so grosse Unterschiede wahrnehmen würde. Denn dies kann ich über den Vegetariermonat nicht behaupten. Aber momentan mache ich es aus 2 Gründen nicht: 
1. Ich war schon immer so, dass ich das, was alle toll fanden, nicht toll finden wollte, nur weil es ein Hype war. Zu gerne schwimme ich gegen den Strom. Und da im Moment irgendwie fast alle von veganer Ernährung schwärmen, möchte ich diesen Trend bewusst nicht mitmachen. Wenn, dann aus persönlicher Überzeugung und nicht, weil es ein Trend ist. Damit will ich aber keinesfalls sagen, dass alle, die vegan leben, nur einen Trend mitmachen. Ich rede hier nur von mir persönlich. Ich sehe momentan keinen Grund, warum ich vegan leben sollte. Du darfst mich jedoch natürlich sehr gerne davon überzeugen, denn ehrlich gesagt weiss ich viel zu wenig darüber.
2. Wenn ich daran denke, auf was ich alles verzichten müsste, vergeht mir die Lust automatisch. Vielleicht würde ich eines Besseren belehrt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass mir dieser vegane Monat in irgendeiner Art Freude bereiten würde. Deshalb momentan ein klares Nein.
   
Könntest du dir vorstellen, für immer als Vegetarier zu leben? Warum ja/nein?
Ja, das könnte ich. Goethe schrieb einmal "Es schlagen, ach, zwei Herzen in meiner Brust." Genau so ergeht es mir beim Thema Fleisch. Einerseits erkenne und sehe ich alle Proargumente des Vegetariers absolut ein, doch auf der anderen Seite hätte ich das Gefühl, auf etwas zu verzichten, was mir persönlich wirklich viel gibt, für mich Genuss darstellt und mir mein Leben "versüsst". Gäbe es jedoch keine Möglichkeiten, Fleisch aus artgerechter Haltung zu kaufen, würde ich definitiv ganz auf Fleisch verzichten. Auch wenn mich nun wahrscheinlich viele nicht verstehen können: Für mich ist nicht das Töten der Tiere das Allerschlimmste, sondern die unglaublich schlechten Zustände bei der Tierhaltung. Ich möchte, dass ein Tier ein schönes Leben hat, auf der Wiese grasen und sich mit anderen austoben kann. Es kann jedoch gut sein, dass ich in einigen Monaten anders denken werde und ich glaube, es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass ich irgendwann mal Vegetarierin werden könnte.

 
Was hältst du davon, wenn Eltern ihre Kinder vegetarisch/vegan ernähren?
Auch wenn meine Antwort wahrscheinlich diplomatisch klingt, entspricht sie wirklich meiner Meinung. Generell glaube ich, dass alle Mamis und Papis da draussen das Beste für ihre Kinder wollen (zumindest der grösste Teil) und sich gut überlegt, wie und nach welchen Grundsätzen sie/er das Kind erziehen möchte. Ich würde mir nie anmassen, über andere Grundsätze zu urteilen, geschweige denn, etwas zu verurteilen. Ich mag es generell nicht, wie vor allem Mütter sich gegenseitig kritisieren und ihre Kinder miteinander vergleichen. Wir wollen doch alle das Gleiche für unsere Kinder: das Beste. Und dies tun wir alle auf verschiedene Arten. Solange die Ernährung für die ganze Familie stimmt, die Kinder mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden, sehe ich nichts, was dagegen spricht.
  
Welches sind die Vorteile/Nachteile von Fleischessern und Vegis
Hm, schwierige Frage. Ich habe aufgrund dieser Frage mal versucht, die Vorteile der Vegetarier zu sammeln:
1. tiefere Lebensmittelkosten (dies sah man bei uns sehr deutlich)
2. ökologischerer Lebensstandard
3. Mahlzeiten sind häufig gesünder (Wurst beispielsweise ist definitiv sehr ungesund)

Wenn du Vegetarier bist, dann lass mich doch noch mehr Vorteile in den Kommentaren wissen. Diese Frage hat mich nämlich ein bisschen überfordert, wie ich nun gerade merke :-) 

Nächste Woche folgt dann noch der für mich brisanteste und dritte Teil dieser Reihe. 

Be blessed and beYOUtiful



 





1 Kommentar :

  1. Sehr spannend, freue mich auf den 3. Teil.
    Hier noch einige Vorteile von mir:
    - Herzerkrankungen können um die Hälfte minimiert werden, wissenschaftlich erwiesen und somit steigt die Lebenserwartung als Veggie
    - CO2 Belastung wird auch drastisch zurück gehen, denn nicht die Autos machen unsere Umwelt kaputt, es ist unser Fleischkonsum
    - Cholesterinspiegel wird gesenkt
    So, ich glaube das reicht, du weisst ich bin Feuer und Flamme für dieses Thema und freue mich riesig das du dieses Projekt gemacht hast. Auch wenn du wieder Fleisch isst, bin ich mir sicher das du ein ganz anderes Bewusstsein dafür hast und das reicht ja eigentlich schon wenn alle so denken würden :-)
    Wünsche dir einen schönen Tag,
    Sonja

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